Tierversuche: Die Hände in Unschuld waschen?
Wieviele belastende Tierversuche stecken in unseren Abwaschmitteln?

Der Schweizer Tierschutz STS und die Stiftung für Konsumentenschutz SKS wollten wissen, wieviele belastende Tierversuche in Alltagschemikalien wie Abwaschmitteln stecken. Das Ergebnis ist ernüchternd: Tierversuche sind kaum ein Thema bei den Herstellern und Anbietern, das Bewusstsein wie die Informationen dazu fehlen. Vorbildlich zeigte sich nur die deutsche Firma Sonett.

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Konsumenten und insbesondere Konsumentinnen ist bewusst, dass hinter den schicken Töpfen mit wohlriechenden Cremen der Kosmetikindustrie sehr oft zahlreiche qualvolle Tierversuche stecken. Wenigen ist jedoch bekannt, dass auch in jeder Alltagschemikalie Tierversuche versteckt sind. Es ist anzunehmen, dass jede Substanz in belastenden Tierversuchen getestet worden ist. Zum Teil müssen neue oder noch nicht getestete Stoffe im Rahmen der neuen europäischen Chemikalienverordnung REACH nachgetestet werden. Das bedeutet für die Versuchstiere wie Ratten, Kaninchen, Mäuse, Meerschweinchen, Fische und Vögel Extrembelastungen im höchsten Schweregrad mit starken Vergiftungserscheinungen und den sicheren Tod.

Der Schweizer Tierschutz STS und die Stiftung für Konsumentenschutz SKS nahmen deshalb 13 handelsübliche Geschirrspülmittel unter die Lupe. Ziel war es, Transparenz zu erhalten über die Anzahl durchgeführter Tierversuche, welche hinter diesen im täglichen Gebrauch stehenden Abwaschmitteln stehen und den Konsumentinnen und Konsumenten eine «tierfreundlichere» Auswahl zu ermöglichen.